• Durch die Gassen rund um den Grassmarket kann man wunderbar flanieren.

    Farbenfroh
  • 28 Queen Street - The Scotch Malt Whisky Society, eine Garantie für feinste Tropfen.

    Exklusive Mitgliedschaft
  • Die Burg in Edinburgh ist aus jedem Winkel ein tolles Fotomotiv.

    Edinburgh Castle

Mit dem Camper durch Schottland – ein Urlaub im Zeichen des schottischen Nationalgetränks.

Anreise

Amsterdam hat uns einen längeren Aufenhalt beschert als gewünscht und auch der Provinzflughafen in Schottland begrüßt uns mit technischen Problemen. Als wir dann endlich mit der Straßenbahn in Richtung schottischer Hauptstadt fahren, lässt das geschäftige Treiben um uns herum deutlich nach und wir fühlen, wie die Entschleunigung uns schon gleich gut tut. Die Lichter der knapp 500.000-Einwohner-Metropole gehen langsam an und die Pubs und Bars ziehen die Nachtschwärmer an.

Edinburgh

Teil 1

Diesen Sommer wollen wir Schottland erkunden und wo kann man besser damit anfangen als in der historischen Hauptstadt des Landes? Die Stadt an der Ostküste ist hübsch, übersichtlich und bietet durch die zwei Stadteile, getrennt durch den ehemlaigen Sumpfgraben, viele Angebote für Ihre Besucher. Neben den vielen Zeugen reicher Geschichte vergangener Tage, wird auch die gepflegte Kultur des Trinkens überall gelebt. Vollmundige Biere in einer ungewohnten Fülle, wie auch selbstverständlich ein Überangebot des Nationalgetränks in allen Variationen.
Ungewohnt ist lediglich der ganze Verkehr. Nicht nur, dass sich für uns gefühlt alles auf der falschen Seite bewegt, sondern die Menge an Bussen ist schier unglaublich! Und glücklicherweise hat die Stadt für alle Touristen einen Hinweis an Kreuzungen auf den Asphalt gepinselt, in welche Richtung man bei einer Überquerung zu allererst schauen soll ...
Queens Guest House
Wir halten an der Princes Street – mitten in der 'New Town' und rumpeln unter einem tiefblauen Abendhimmel in dieser lauen Sommernacht mit unserem Gepäck durch die breiten Straßen Edinburghs.
Am nächsten Morgen gibt es erst einmal ein Full Scottish Breakfast – Bohnen, Ei, Sausages und natürlich Haggis. Für das verwöhnte Auge sieht das wahrlich nicht sehr schön aus, schmeckt aber umso besser!

Die Stadt der sieben Hügel präsentiert sich uns bei allerfeinstem Sommerwetter und wir lassen den Blick über die Neustadt in die Ferne schweifen.

City & Castle

Frisch gestärkt machen wir uns bei blauem Himmel und Sonnenschein zum Sightseeing auf. Erstmal geht es hinauf zum Edinburgh Castle, dem Wahrzeichen der Stadt. Einfach imposant thront die Anlage auf dem höchsten der sieben Hügel der Umgebung über allem. Und von oben hat man einen tollen Blick.

Ansonsten lassen wir den ganzen Tag die Stadt auf uns wirken, die wunderschönen alten Häuser, das ein oder andere Pub, wir schlendern über die Royal Mile, trinken ein Bier am Grassmarket, fahren mit dem Hop-on-Hop-off-Bus in die unterschiedlichen Stadtteile. Die Altstadt, Waverly, die Shoppingmeile Princes Street, der angrenzende Park, Haymarket, es gibt überall was zu sehen.

Der schottische Dialekt ist allerdings gewöhnungsbedürftig und wir haben ab und an wirklich Mühe, alles zu verstehen. Im Sightseeing-Bus erfahren wir dann von unserem Tour Guide Gordon mit starkem Akzent noch einiges über die Stadt und ihre Geschichte. Vor allem die zahlreichen Verbindungen zwischen den zwei Stadteilen über das ehemalige Sumpfgebiet haben es ihm angetan: We like our mounds ...

Scotch Malt Whisky Society

Am Abend besuchen wir um die Ecke unseres Guest Houses in der Queens Street die Scotch Malt Whisky Society. Im Erdgeschoss werden wir in einer typischen Whiskybar empfangen, aber da Micha Mitglied der Society ist, haben wir Zugang zum Members Room im zweiten Stock.

Die Auswahl aus hunderten von Flaschen an der Bar ist dann auch gar nicht so einfach: denn es gibt exklusive Flaschen, Raritäten, wie auch die neuesten Tropfen und Entdeckungen! Und alles wird uns geduldig und in aller Ausführlichkeit angepriesen. Das Restaurant im ersten Stock ist leider mit einer großen Gesellschaft belegt, aber wir knabbern an verschiedenen Snacks und shottischen Tapas – selbstverständlich begleitet vom dem ein oder anderen passenden Whisky.

Holyrood Castle

Am nächsten Tag fahren wir mit unserem 24h-Bus-Ticket nochmal an den Stadtrand zum Holyrood Castle, dem Wohnsitz der Queen für ihre Schottlandaufenthalte und der dazugehörigen Kathedrale, die zwar verfallen ist und nicht mehr benutzt wird aber sich durchaus für das ein oder andere Motiv eignet. In den Gemächern der Queen herrschte leider striktes Fotoverbot, der verstaubte Pomp der vergangenen Jahrhunderte soll wohl nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Vorbei am architektonisch durchaus außergewöhnlichen Parlament geht es wieder zurück in die City, wo wir nach einem kleinen Snack unser Gepäck im Guest House wieder in Empfang nehmen, denn jetzt wird das Wohnmobil geholt!

Es geht los: Mittlere Highlands

Cairngorms National Park | Speyside | Loch Ness

Edinburgh

Teil 2

Royal Highland Show
Am letzten Tag sind wir wieder in Edinburgh und übernachten nochmal im selben Guest House. An diesem Wochenende ist die Royal Highland Show in der Nähe des Flughafens. Die große Landwirtschaftsmesse ist ein Riesen-Event, aus dem ganzen Land kommen die Menschen angereist, dementsprechend ist der Verkehr. Wir entscheiden uns, mit dem eigens eingerichteten Shuttlebus zu fahren. Dort angekommen bestaunen wir die großen Hallen mit schottischem Vieh – Angus Rinder, Highland Cattles, unterschiedliche Schafrassen, – und jede einzelne Kategorie wird unter strengen Blicken begutachtet und bewertet und am Ende ausgezeichnet. In einer anderen Halle gibt es Wettkämpfe im Hufschmieden, und auch hier werden die schottischen Pferderassen mit Stolz präsentiert.
Aber deswegen sind wir nicht hier. Wir wollen 'Local Food'. Und das gibt es hier zuhauf. Alle Foodtrucks auf der Messe dürfen nur echte schottische Produkte anbieten.
Es gibt Wild, Angus Rind, Highland Cattle, Black Face Sheep, Jakobsmuscheln, Hummer, Garnelen, schottisches Eis – Essen so weit das Auge reicht.
Nur das Bier enttäuscht uns. Irgendwie hat sich hier Heineken eingekauft und wir bekommen nur ausländische Biersorten angeboten, was per se ja eigentlich eine ganz schöne Frechheit ist. Nachdem wir alle Stände abgeklappert haben, gibt es am Ende eben australisches Bier – Fosters. Cheers!
Pub: Black Cat

Zurück in der Stadt gehen wir zum Abschluss nochmal in ein Pub mit Livemusik. Zu Pommes und Haggis gibt es unter fachkundiger Beratung drei hervorragende Whisky Drams, die der Barkeeper und Whisky-Spezialist mit viel Geduld und Liebe individuell nach persönlichem Geschmack zusammenstellt. Wir genießen die Klänge schottischer Folkmusic und lassen unseren Urlaub langsam ausklingen, bevor am nächsten Morgen der Flug nach Hause geht.

Whiskyverkostung

Benromach

Single Malt | 10 Years

Allgemein

Benromach ist die kleinste Destillerie der Speyside und eine der kleinsten in Schottland: Nur rund 500.000 Liter Whisky werden hier pro Jahr hergestellt. Der neue 10-Jährige wurde anlässlich des 10. Geburtstages der Brennerei aufgelegt. Zur Herstellung wird im Gegensatz zu den meisten Speyside Brennereien ganz leicht rauchiges Malz verwendet. Der Single Malt lagerte zum größten Teil in Ex-Bourbonfässern. 20% des Whiskys wurden in Sherryfässern gereift.

Verkostungsnotiz

  • Aroma:
    Sherrytönig, fruchtig und nussig mit Schokolade, Gewürzen. Äpfeln und Biskuit.
  • Geschmack:
    Beerig und cremig mit Sherry und einem Hauch Rauch.
  • Abgang:
    Mittellang und kräftig.
  • Fasstyp:
    Bourbon- und Sherryfässer
  • Alkoholgehalt:
    43% Vol. - mit ein paar Tropfen Wasser ist dieser Whisky einfach fantastisch!

Kommentar

Sehr dezent rauchiger Geschmack, der die stark malzige Note begleitet. Ideal für Einsteiger, die sich mit den herberen Whiskys anfreunden wollen. Dieser Whisky kommt mit Age-Statement, was inzwischen schon etwas Bensonderes ist, denn die meisten neuen Single Malts auf dem Markt werden ohne Altersangabe versehen – leider. Und die meisten No-Age Statements können nicht wirklich überzeugen ...

Impuls

Leichtes Marschgepäck

Wir sind angenehm überrascht, wie gut unsere kleine Auswahl zu tragen ist: Die Olympus E-M1 Mark II, das Leica DG Summilux 12 mm / F1.4 ASPH und das Lumix G 20 mm / F1.7 ASPH sind immer dabei. Ab und kommt das auch das kleine Tele von M.Zuiko ED 40-150 mm F2.8 Pro mit und alles passt handlich und bequem in einen kleinen Rucksack. So macht es Spaß, eine Stadt zu erkunden!