• Wir schlendern durch die bunte Innenstadt von Quito.

    Farbenfrohe Häuser
  • Folklore in traditionellen Gewändern.

    Tanz der Farben
  • Mit dem TeleferiQo geht es auf die knapp 4.000 m hoch gelegene Bergstation unterhalb des Hausvulkans von Quito.

    Der Pinchincha

Wir fahren nach Ecuador, nach Südamerika! In dem Land am Äquator erwarten uns Eindrücke von bunten Farben, fröhlichen Menschen und einer ungewohnten Flora und Fauna.

Quito.

Population: +2 Millionen | Höhe: 2.850 ü.M.

Wir kommen am Nachmittag am internationalen Flughafen von Quito an und werden von Roberto abgeholt und an unser Hostel gebracht. Schon die Fahrt vom 45 Minuten außerhalb von Quito liegenden Flughafen in die Stadt ist spektakulär. Ecuadors Hauptstadt hat über 2 Millionen Einwohner und liegt auf 2.850 m Höhe mitten in den Anden. Wir fahren auf der gut ausgebauten Straße über Canyons und tiefe Schluchten mitten ins Getümmel. Die Berge sind saftig grün und die Stadt schmiegt sich 30 km lang, aber nur 3 km breit in ein schmales Tal – das Guayllabamba-Becken.

In unserem Hostel – der Casa Helbling – begrüßt uns erstmal Hubert aus Süddeutschland. Einmal um die halbe Welt geflogen und der erste "Einheimische" ist ein Deutscher, wir sind ein wenig irritiert. Das Hostel liegt relativ zentral und wir lassen uns erstmal Tipps fürs Abendessen geben. Zu mehr sind wir am ersten Tag nicht mehr in der Lage. Wir haben von allen Seiten gehört, wir sollen es aufgrund der Höhe langsam angehen lassen – kein Alkohol, leichtes Essen.

Wir landen im kolumbianischen Restaurant Hacienda de los Arrieros mit typisch südamerikanischen Gerichten, folglich sehr fleischlastig. Zur Begrüßung gibt es gleich mal einen Schnaps. Na, das klappt ja wunderbar. Die Portionen sind riesig, als Beilage gibt es Avocado, eine frittierte Banane (lecker!) und Popcorn. Ach, und mit der Rechnung kommt gleich nochmal ein Schnaps. Das ist bestimmt ein spezieller Test für Gringos…

Wir fallen völlig erledigt ins Bett, morgen steht eine Stadtbesichtigung auf dem Programm.

Mehr Zivilisation geht nicht: Das Hochplateau ist bis zum letzten Meter an die natürlichen Begrenzungen aufgefüllt.

Wir erkunden die Stadt

Am nächsten Morgen genehmigen wir uns erstmal ein frisches Frühstück in unserem Hostel, dann holt uns Roberto für eine Stadtführung ab. Hui, der Schnaps gestern steckt uns noch sehr in den Knochen. Es ist Sonntag, das bedeutet, die Innenstadt von Quito ist autofrei. Jeden Sonntag wird hier der Stadtkern für Fahrradfahrer und Fußgänger freigehalten. Wir laufen durch die Altstadt mit wunderschönen Kolonialbauten an jeder Ecke. Eine Kirche ist pompöser als die andere, innen können wir aber leider nur heimlich fotografieren, weil überall Gottesdienste stattfinden.

Vor einer Kirche tanzt ein Ensemble in traditioneller Kleidung, denen wir eine Weile zuschauen. Vor dem Regierungsgebäude gibt es gerade eine Wachablösung, danach fahren wir auf El Panecillo, einem Hügel mitten in Quito, von dem wir einen guten Ausblick auf die Nord- und Südstadt haben.

Teleferiqo

Wir wollen auf knapp 4.000 m zur Bergstation am Fuße des Vulkans Pichincha.

Zusammen mit gefühlt der halben Stadt

Sensationelle Ausicht auf Quito.

Man kann von hier bis auf den 4690 m hohen Gipfel Rucu Pichincha laufen, da das Wetter allerdings gegen Nachmittag zuzieht und wir wirklich ganz schön mit der Höhe zu kämpfen haben, laufen wir nur ein Teilstück.

An der Talstation ist erstmal die Hölle los – in Ecuador ist der letzte Ferientag angebrochen und gefühlt will die ganze Stadt auf den Gipfel. Wir stehen also erstmal 1,5 Stunden an. Dann geht es irgendwann mit der Gondel hoch auf 4.000 m. Der Ausblick ist der Wahnsinn, aber die Höhe geht uns ganz schön auf die Lungen. Unterwegs holen wir uns eine Wegzehrung an einem Zelt und bestellen dort mit Händen und Füßen, was auf dem Grill liegt.

Als der Himmel immer dunkler wird, drehen wir um – und sind tatsächlich mit dem ersten Regentropfen im Café der Bergstation. Dieses Glück haben nicht alle. Es gibt ein richtiges Unwetter mit Hagel, ständig stürmen pitschnasse Menschen das inzwischen völlig überfüllte Café. Die Ecuadorianer machen Fotos vom Unwetter, scheinbar passiert das in dieser Form selten. Da die Schlange vor der Gondel nicht überdacht ist, lehnen wir uns mit einem Kaffee zurück und warten, bis sich die Menschenschlange bis in den überdachten Bereich vorgearbeitet hat. Trotzdem müssen wir noch über eine Stunde anstehen, bis wir eine Gondel ins Tal erwischen. Zurück im Hostel fallen wir praktisch sofort todmüde ins Bett - morgen geht es weiter in Richtung Regenwald.

"Eigentlich sollte man in fremder Umgebung etwas vorsichter mit den lokalen Speisen sein – aber irgendwie scheinen wir diese Regel bereits am ersten Tag vergessen zu haben ..."
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Nach dem Unwetter ziehen Wolkenfetzen um die Bergstation des TeleferiQo.