Lofoten Quick Map

Lofoten Quick Map

Über den Jahreswechsel fahren wir spontan auf die Inselgruppe der Lofoten vor der Küste Norwegens. Ziel ist eine kleine Fischerhütte auf eine der fünf Inseln (Austvågøya) in Svolvær, die auf Stelzen ins Wasser gebaut ist. Und mit ein wenig Glück sehen wir vielleicht auch ein paar Nordlichter!

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Svolvær. Wir fliegen mit einer 30-Mann-Maschine 20 Minuten vom Festland auf die Lofoten. Die Ankunftshalle sieht aus wie ein Wohnzimmer. Bequeme, gepolsterte Stühle, ein geschmückter Weihnachtsbaum und Weihnachtssterne auf jedem Tisch. Der Mietwagencounter ist der Gleiche für alle Anbieter: Sixt, Europcar, Avis … Die Dame kommt extra aus Svolvær für uns an den Flughafen – und wir nehmen sie wieder mit in die Stadt. Das Gepäck holen wir uns selbst aus dem Gepäckfahrzeug in der Garage, ein Rollband gibt es nicht, wäre auch lächerlich. Dann geht’s erst mal zu unserer gemütlichen Fischerhütte – auf norwegisch „rorbu“ genannt.

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Tørrfisk. Der Stockfisch ist der ganze Stolz der Lofoten. Zurecht. Bis heute noch ist es der einträglichste Exportartikel des Landes. Allerdings liegt der Geruch auch überall in der Luft – gewöhnungsbedürftig. Wir testen erstmal im Restaurant ein traditionelles Stockfischgericht, sehr lecker. Danach gibt es einen Spaziergang um die Bucht. Überall sieht man die Trockengestelle, die allerdings jetzt im Winter nicht genutzt werden. Vielleicht auch besser so …
Svolvær hat ca. 4.000 Einwohner, das Wahrzeichen, der Berg Svolværgeita (Erstbesteigung 1910) mit zwei auseinanderstehenden Felsspitzen, liegt im Nebel.

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Kaiserroute. Wir fahren einen Teil der Kaiserroute, eine sehenswerte Strecke, die in Svolvær beginnt und entlang der Fjorde Richtung Nordosten führt. Wir nutzen den kurzen Dämmerungskorridor zwischen 11:00 und 13:30 Uhr, davor und danach ist es dunkel.

Nach einem Mittagsschlaf gibt’s erstmal was zu essen. Spaghetti mit Lachsfilet, zubereitet in unserer Fischerküche. Und natürlich ein Belohnungsbier. Damit wir die Dunkelheit gut überstehen. Und man kommt, ohne aufzustehen, vom Tisch an den Kühlschrank und an den Herd. Perfekt.

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Nach Süden. Heute geht es in den Süden der Lofoten. Wir schaffen es bis Leknes, danach wird es so dunkel, dass wir umdrehen müssen. Die Bilderflut hält sich in Grenzen, es regnet ohne Unterbrechung.

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Trollfjord. Eine RIB-Safari. Das Wetter wird besser! Und wir haben eine Boots-Tour in den Trollfjord gebucht. Inklusive Seeadler-Beobachtung.

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Svinøya Rorbuer Rezeption & Shop. Zu unserer Unterkunft gehört ein kleiner Shop, der aussieht wie aus einer anderen Zeit. Dort kaufen wir am letzten Tag auch getrockneten Stockfisch. Wie wir danach erfahren, müssen wir ihn vor der Zubereitung 6 (!!) Tage in lauwarmem Wasser einweichen. Voller Euphorie nehmen wir das stinkende Paket mit. Nachdem dieser über ein Jahr im Gefrierfach lag, haben wir uns nach einer Woche erfolglosem Wässerns vom Fisch getrennt und uns geschworen, in Zukunft Andenken dieser Art nicht mehr mit nach Hause zu nehmen!

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Nordlichter [1]. Heute machen wir eine Nordlicht-Safari. Der Guide kennt die besten Stellen. Auf der Nordlicht-Skala sind wir bei Stärke 2. Das heißt: Nicht nach oben schauen, sondern Richtung Horizont. Und am besten ohne Umgebungslicht. Also fahren wir 1 Stunde ins Nirgendwo. Dann stellen alle ihre Kameras auf. Der Guide zeigt uns das erste Licht. Sieht aus wie eine Wolke. Zur Sicherheit ein Foto. Und siehe da – die „Wolke“ ist grün. Wir denken: oh nein, sind die Lichter nur auf dem Foto grün? Doch die Antwort kommt schnell. Plötzlich wird das Licht immer stärker und wabert in Grün- und Rottönen über den Himmel. 

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Silvestermenü. Bevor wir uns nochmal an die frische Luft hinauswagen, kochen wir uns ein leckeres Silvestermenü. Lachs an Spaghetti und dazu ein kühles Bier. 

Nordlichter [2]. Am Silvester-Abend suchen wir uns ein etwas anderes Himmelsfeuerwerk. Wir versuchen, auf eigene Faust Nordlichter zu entdecken. Genügend Tipps haben wir ja gestern bekommen. Und es klappt hervorragend. Das Lichtspiel ist beeindruckend. Kurz vor Mitternacht wird es uns aber zu kalt und wir fahren zurück. Und sind pünktlich zum neuen Jahr auf der Brücke von Svolvær Richtung Svinøya und schauen uns das Feuerwerk an.

Vatnfjorden | 13.45 Uhr.
Laukvik, Hafen | 14 Uhr.
Henningsvær, Hafen | 11.30 Uhr.
Inselgruppen zwischen Austnesfjorden und dem Øyhellsundet | 11.45 Uhr.
Laukvik, Hafen | 14 Uhr.
Svinøya | 14 Uhr.
Svinøya | 10 Uhr.
Am Ufer des Raftsundet | 13.30 Uhr.