• Die Bettenburgen sind zwischen den Jahren komplett belegt. Amerikaner und Japaner überrennen gerade zu die Inseln und man trifft sich dann eben überall.

    Waikiki
  • Leger gebaut und unterhalten. Was wie Freestyle-Verkabelung anmutet, hat wirklich System.

    Highway 83
  • Meister der Wellen: Viel Übung und ein wenig Wagemut gehört wohl dazu, sich freiwillig mit Tonnen von Wasser anzulegen.

    Sunset Beach

Weihnachten auf Hawaii – eine Idee, um die Brückentage am Jahresende möglichst effektiv nutzen zu können. Kleiner Planungsfehler: die Amis haben dann auch Urlaub. Aber das Wetter soll stabil, die Wellen im Norden hoch und das Wasser im Süden klar sein!

Hawaii

Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean und seit 1959 der 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Sie ist benannt nach der größten Insel des Archipels, die inoffiziell auch Big Island heißt. Sie wurden früher auch Sandwich-Inseln genannt. Der Beiname des US-Bundesstaates Hawaii ist Aloha State („Aloha-Staat“).

Hawaiis vielfältige Landschaften, ein ganzjährig warmes Klima und viele öffentliche Strände machen es zu einem beliebten Zielpunkt von Touristen, Surfern, Biologen und Geologen. Durch seine Lage mitten im Pazifik wirken auf Hawaii mit seiner eigenen polynesischen Kultur sowohl ostasiatische als auch nordamerikanische Einflüsse.

Quelle: Wikipedia
Hawaii Quick Map

© Flying Cow

Anreise

Es ist ein ungewöhnliches Gefühl, die ganze Zeit mit der Sonne zu fliegen, die sich fast nicht zu bewegen scheint. Nur beim Landeanflug auf Honolulu fliegen wir dann in die untergehende Sonne.
Es ist angenehm warm und uns fällt erst einmal auf, dass der Flughafen keine Fenster oder Türen hat. Da verschiedene Maschinen zur gleichen Zeit angekommen sind, ist die Gepäckausgabe hoffnungslos überfüllt und die Shuttle-Anbieter zum Teil komplett überfordert, ihre Gäste auf die richtigen Routen einzusortieren. Als das Chaos sich lichtet, werden auch wir gefunden und als Neuankömmlinge auf der Insel bekommen wir noch fix eine Blumenkette um den Hals geworfen, bevor wir unseren kleinen Bus betreten, der uns nach Downtown bringt.
Wir checken in einen schmucklosen Touribunker ein, was gar nicht so einfach ist, wenn gerade der Feueralarm alle Gäste des Hotels in die Lobby befördert hat. Fix und fertig fallen wir dementsprechend auch in unsere Betten.

Oahu

Mietwagenroulette
Am nächsten Tag wollen wir uns einen Mietwagen leihen, um die Insel zu erkunden. Wir haben alles bereits von Deutschland aus reserviert – doch das sollte uns heute nicht helfen.
Es ist der Samstag zwischen Weihnachten und Neujahr – und alle Einheimischen und Touristen haben wohl die gleiche Idee und die Fahrzeuge müssen von außerhalb der Stadt herangeschafft werden.
Nach der anfänglich ziemlich schlechten Laune fügen wir uns in unser Schicksal, setzen uns an den berühmten Stadtstrand und machen ein kleines Picknick. Den ursprünglichen Plan, zum Diamond Head Crater zu fahren und eine kleine Wanderung zu machen, haben wir aufgrund des Zeitmangels gleich wieder verworfen. Und inzwischen ist es auch ganz egal, was für ein Fahrzeug wir dann bekommen.
Ein wenig zerknirscht spielen wir mit im Mietwagenroulette und: Herzlichen Glückwunsch – es ist ein Nissan Altima! Und so geht es dann direkt zur Hanauma Bay, einem berühmten Schnorchelrevier.
Schnorcheln in der Hanauma Bay
Unser erster Schnorchel-Ausflug geht zu einer gekrümmten Bucht von einem erloschenen Vulkankrater im Südosten der Insel. Durch seine meerseitige Öffnung bietet der Krater zahlreichen Fischarten ein sicheres Zuhause, denn in der Mitte hat sich ein prächtiges Riff entwickelt.
Wir müssen erstmal geduldig in der Touri-Schlange anstehen und Eintritt zahlen. Dann werden wir von der Parkverwaltung gezwungen, einen 15-minütigen Info film anzuschauen, wie man sich auf dem Riff zu verhalten hat. Leider ignorieren das die meisten Gäste und das Riff ist schon ziemlich ramponiert und grau.
Trotzdem haben wir wunderschöne Stellen mit Spalten, Sandböden und eine bunte Mischung von Fischen gesehen und waren im Wasser, nicht nur bis die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist und es zu kalt wurde, sondern auch der Park geschlossen wurde und wir recht zügig aus diesem vertrieben wurden. Hektisch geht es erstmal in die Umkleidekabine und was Warmes anziehen.

Am Nu'uanu Pali Lookout beeindruckt der fantastische Ausblick entlang der Bergkette, die über die Insel von Nord nach Süd verläuft.

Der Kampf mit den Wassermassen.

Das Wasser ist für Winterverhältnisse relativ ruhig,
trotzdem sind die Wellen zwischen 3 und 5 Metern hoch.
Die Surfer am North Shore
Am zweiten Tag geht es über die 83 an der Ostseite der Insel nach Norden, denn wir haben gehört, dass im Winter dort die besten Surfreviere der Welt zu finden sind.
Die Wellen sind meterhoch, es gibt oft sogenannte „Jaws“, an die sich nur die mutigsten Surfer der Welt trauen, sie sind so hoch, dass die Surfer in der Regel mit dem Jet-Ski auf die Welle gefahren werden, in die sie sich dann stürzen.
Im Norden angekommen, setzen wir uns erstmal eine Stunde an den wunderschönen Sunset Beach und schauen den Surfern zu. Faszinierend und aufregend zu gleich – jedenfalls ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Die Life-Guards an den Stränden warnen am späten Nachmittag dann vor den gefährlichen Rip-Tides und vertreiben die letzten, wohl auch sehr abgehärteten Badegäste.
Der Foodtruck
Auf dem kurvigen Küstenhighway halten wir an einigen hübschen weißen Sandstränden und zum Mittag geht es an einen der vielen Foodtrucks, die an der Straße stehen. Wir probieren Garlic Shrimps und Kalua Pig – ein im Erdloch gegartes Schwein. Sehr lecker.
Sunset Beach
Im Norden angekommen, setzen wir uns erstmal eine Stunde an den wunderschönen Sunset Beach und schauen den Surfern zu. Das Wasser ist für Winterverhältnisse relativ ruhig, trotzdem sind die Wellen zwischen 3 und 5 Metern hoch – wirklich ein Erlebnis. Die Life-Guards an den Stränden warnen am späten Nachmittag dann vor den gefährlichen Rip-Tides und vertreiben die letzten, wohl auch sehr abgehärteten Badegäste.

Die Wellen sehen anfangs gar nicht so hoch aus. Erst wenn die tollkühnen Männer sich durch die Berge von Wasser kämpfen, kann man die Kraft des Wassers erahnen.

Kauai

Teil II: Nā Pali Coast | Waimea Canyon | Ke'e Beach
Impuls

Aloha, du mich auch ...

1.) Zwischen den Jahren nach Hawaii – keine gute Idee. Die Insel wird nahezu überannt von Amerikanern & Japanern.
2.) Die Touristenbunker in Oahu gehen gar nicht. Das nächste Mal wird die Insel ausgeklammert, weil der Rest nicht wirklich überzeugt oder lohnt. Meine Meinung.
3.) Pearl Harbor. Noch immer da, rostet vor sich hin. Charmant & Sehenswert wie Militärstützpunkte eben so sind. Muss jeder für sich entscheiden, ob sich der Abstecher wirklich lohnt.