Die Pirschfahrt hat es uns angetan. Wir lieben es die ganzen Tiere rechtzeitig zu "spoten" oder warten auch mal gerne geduldig auf Szenen, die sich vor unserer Linse entfalten. Wir haben jetzt schon einige "Gamedrives" mitgemacht, waren sogar schon auf verschiedenen "Bushwalks" unterwegs. Und jedes Mal wenn wir wieder zum Ausganspunkt zurück gekommen sind, hatten wir das Gefühl gleich wieder losziehen zu können..

Zwei Wochen auf Safari

Bislang waren wir meist auch als "Selbstfahrer" unterwegs, aber in Tanzania ist das Versicherungstechnisch recht kompliziert und überhaupt nicht zu empfehlen. Also bekommen wir einen Fahrer, der uns die nächsten Tage begleitet. Etwas ungewohnt ist das schon - aber auch irgendwie super entspannt, denn Micha kann jetzt auch mal die ganze Zeit zum Fenster rausgucken. Und um den ganzen Papierkram an den Parks muss man sich auch nicht mehr kümmern. Selbst wenn man Selbstfahrer wäre, ist am Ngorongoro Schluß - Spätestens da muss man einen Fahrer mieten, sonst darf man überhaupt nicht in den Krater hinein! Und so freuen wir uns über Sebastian, der uns am Flughafen in Arusha abholt und gleich vergnügt plaudernd die Reise mit uns beginnt.


Annywhere
"Babies, ich will viele Babies sehen!
Löwen, Elefanten, kleine Giraffen – Hauptsache Babies.“

Warum ich gerne auf Safari gehe: Die Sonne ist grade aufgegangen und erwärmt den trockenen Boden, das Gras und die Luft, dieser Geruch ist unverwechselbar, das Licht ist silbern, der Tau glitzert auf den Blättern, der erste Kaffee des Tages vertreibt die Müdigkeit um 5 Uhr morgens. Alle springen in den offenen Safari-Jeep, genießen den frischen Fahrtwind und den Geruch nach Abenteuer. Jeder versucht irgendwo, ein Tier zu erspähen, der Guide liest die Spuren der Nacht. Manchmal sieht man stundenlang nichts und fragt sich, was man hier eigentlich macht. Aber in dem Moment, in dem eine Elefantenherde gemütlich durchs Gras zieht, ein Löwe im Gebüsch liegt, eine Impala-Herde in der Morgensonne steht, zählt nur der Augenblick und die lange Suche ist sofort vergessen. Zu beobachten, wie sich die Tiere verhalten, wie mir eine Antilope zeigt, dass ein Raubtier in der Nähe ist, warum die Elefantenkuh nervös mit den Ohren schlackert – jeder Tag im Busch ist anders und immer wieder spannend. Und am Abend ein Gin Tonic zum Sonnenuntergang und dem Geheul der Hyänen ist einfach der perfekte Abschluss eines Safaritages.


Tansania - Dashboard Cam

Tansania
Tansania - Dashboard Cam

4:45 min

Lake Manyara

Es geht los, wir fahren zum Lake Manyara. Der Lake-Manyara-Nationalpark liegt etwa 120 km westlich der Hauptstadt Arusha. Der Park befindet sich auf 960 bis 1828 m Höhe über dem Meeresspiegel. Er umfasst eine Fläche von 330 km², von denen etwa 220 km² durch den Manyara-See bedeckt werden. Der Lake-Manyara-Nationalpark ist bekannt für seine hohe Dichte an Säugetieren. Elefanten und Büffel sind am häufigsten vertreten. Außerdem gibt es noch Spitzmaulnashörner im Park, allerdings nicht mehr in der großen Anzahl, für die der Lake-Manyara-Nationalpark bekannt war.

Auf dem Weg in den Nationalpark halten wir auf einem kleinen Markt – wir brauchen eine Füllung für unseren Bohnensack, der als Stativ für unser 600 mm Teleobjektiv herhalten soll. Sowohl Sebastian als auch die Menschen auf dem Markt betrachten uns etwas skeptisch. Während die Männer den Sack mit ca. 5 kg Bohnen befüllen, versuchen alle anderen Verkäufer uns Souvenirs in allen Variationen anzubieten – Ketten, Schlüsselanhänger, T-Shirts – wir sind die ganze Zeit von einer Traube Menschen umgeben. Aber wir haben ja gestern schon draus gelernt und bleiben diesesmal standhaft. Und nach unserem Urlaub bekommt Sebastian unsere Bohnen, damit seine Frau ihm was leckeres zum Essen zaubern kann.

weiterlesen
Flusspferd Revier
Ein King Fisher
Blick auf Lake Manyara vom Great Riff aus
Wir werden  kritisch von einem Wasserbüffel beäugt.