Das Naturschutzgebiet Ngorongoro

Ngorongoro, der größte Zoo der Welt. Ngorongoro ist ein Einbruchkrater in Tanzania am Rande der Serengeti. Er entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach und hat eine Fläche von 26.400 Hektar. Seit 1951 ist der Krater Teil des Nationalpark Serengeti. 1959 wurde außerhalb des Kraters ein besonderes Schutzgebiet (Ngorongoro Conservation Area) eingerichtet, in dem den Massai Ansiedlung und Weidewirtschaft erlaubt ist. 1975 wurde Landwirtschaft im Krater endgültig verboten. Der Krater gehört zum UNESCO Weltnatur- und Weltkulturerbe.

Etwa 25.000 Großsäuger bevölkern den Krater, er hat die höchste Raubtierdichte Afrikas. Besonders groß ist die Zahl an Zebras, Büffeln, Gnus, Elenantilopen sowie Grant- und Thomson-Gazellen. Sie werden gejagt von Löwen, Fleckenhyänen und Leoparden. Daneben gibt es im Krater unter anderem Elefanten und, ungewöhnlich in dieser Gegend, Flusspferde. Es existieren noch zwischen zehn und 15 Exemplare der bedrohten Spitzmaulnashörner, deren Population in den 1960er Jahren noch über hundert Tiere betrug. Inzwischen sind sie die letzten Spitzmaulnashörner, die in ganz Tanzania in freier Wildbahn leben.

Am Rande des Kraters wurden Michael Grzimek († 1959) und sein Vater Bernhard Grzimek († 1987) bestattet. Bernhard Grzimek hatte Anfang der 1960er Jahre mit Geldern der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt das Serengeti Research Institute initiiert, das die Zugwege und das Verhalten der Wildtiere erforschen und so zu ihrem langfristigen Schutz beitragen sollte. Bei den Dreharbeiten zum Film „Serengeti darf nicht sterben“ verunglückte Michael Grzimek tödlich.

Alleine der Weg in den Krater ist spektakulär. Wir fahren durch dichten Regenwald bis an den Kraterrand, es ist diesig und kalt – wir sind schließlich auf 2.300 Metern Höhe. Dann erstreckt sich vor uns der riesige Krater – ein toller Ausblick. Und jetzt geht es langsam wieder hinunter, und mit jedem Höhenmeter wird es wieder wärmer. Die Landschaft im Krater ist wunderschön und wir sehen viele Tiere – und vor allem eine unglaubliche Anzahl an Löwen. Sie hindern uns sogar eine Zeit lang am Weiterfahren, da sie um unseren Jeep schleichen und sich es dann dort im Schatten gemütlich machen. Und unsere Kameras machen jetzt natürlich Überstunden.

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Flusspferdgroßfamilie
Nebel an der Nordflanke
Hochebene im Krater
Wir stehen unter Beobachtung
Büffel in der Hitze der Mittagssonne
Falke am Lake Magadi
Dicke Geschwister
Blick vom Kraterrand auf den Lake Magadi
Nachwuchs am Südrand
Müde Jäger
Mandusi Hippo Pool
Rinderherden der Massai am Nordrand des Kraters