Über dem Wasser liegen mehrere Schichten Dunst, die jetzt von der Morgensonne durchbrochen werden. Auf den Gipfeln der umliegenden Berge liegt dermaßen viel Licht, dass die oberen Ränder sich fast im Weiss des Himmels auflösen. An jeder Erhebung der Bergrücken brechen sich die Sonnenstrahlen und werden in zahlreiche Bündel aufgefächert, die am Ende alle das Wasser berühren.
Obwohl die Sonne schon kräftig den Morgen erhellt, ist der Fahrtwind noch derart frisch, dass wir uns ab und an unter Deck begeben müssen, um uns aufzuwärmen …
Wir hangeln uns im Zick-Zack den Westarm des Sees entlang und sammeln an jedem Stopp immer mehr Touristen ein. Auf Deck gibt es jetzt so gut wie keinen Platz mehr und wir müssen mit den ganzen Influencern jedesmal um eine Lücke an der Reeling kämpfen, wenn wir auch mal ein Bild machen wollen. So sind wir dann am Ende ziemlich erleichtert, als wir Bellagio erreichen und die Masse an Menschen sich in die 3.500 Einwohner große Stadt ergießt.
Direkt am Wasser ergattern wir trotz tausender Menschen doch tatsächlich noch einen Platz zum Mittagessen im Hotel Excelsior Splendide. Schon klar, dass das Bistro touristisch bestens erschlossen ist, aber letztendlich sind wir doch positiv überrascht, denn der Service ist top, das Essen hervorragend und die Preise moderat. Also alles halb so wild.